Tochter begleitet ihre kranke Mutter in der Palliativversorgung zu Hause

Überlegungen zur Palliativversorgung

Die meisten unheilbar an Magenkrebs Erkrankten werden sich wünschen, so lange wie möglich in ihrem eigenen Zuhause bleiben zu dürfen. Ob und wie lange dies möglich ist, hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab:

Solange Sie noch weitestgehend imstande sind, sich um sich selbst zu kümmern, wird es im häuslichen Umfeld gehen. Wenn der Krebs jedoch fortschreitet, stoßen Sie und Ihre Angehörigen unter Umständen an ihre Grenzen.

Sobald Hilfsmittel wie ein Krankenbett, ein Rollstuhl oder ein behindertengerechtes Bad benötigt werden, kann die Situation schwierig werden. Nur wenige Wohnungen sind barrierefrei, und Umbauten kann in der Regel nur der Eigentümer ohne Weiteres veranlassen.

Zudem stellt sich die Frage: Sind die pflegenden Angehörigen körperlich, psychisch und zeitlich überhaupt in der Lage, diese Aufgaben zu bewältigen? Verfügen sie über das nötige Wissen und die erforderlichen Fähigkeiten? Die Pflege einer bettlägerigen Person, wie Waschen, Betten und Hilfe beim Toilettengang stellt eine erhebliche körperliche Belastung dar. Hinzu kommen die psychischen Belastungen durch die gesamte Situation und nicht zuletzt Pflegeaufgaben, die am Schamempfinden von Pflegeperson und Pflegepatient:in rühren können.

Ambulante Hilfsdienste können vieles erleichtern, aber nicht alle Herausforderungen vollständig abdecken. Eine stationäre Palliativversorgung, beispielsweise in einem Hospiz, sollte insofern rechtzeitig in Betracht gezogen werden. Eine frühzeitige, fundierte Beratung kann dabei helfen, sowie eine ehrliche Selbsteinschätzung darüber, was man als Familie zu leisten imstande ist.

Damit Sie auch in diesen schweren Tagen angemessene Unterstützung und Betreuung erfahren, haben wir hier entsprechende Informationen für Sie zusammengestellt:


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