
Hilfe zur Selbsthilfe
Eine Krebserkrankung trifft nicht nur die erkrankte Person, sondern ebenso deren Umfeld. Wenn bei einem Familienmitglied Magenkrebs diagnostiziert wurde, kann es auch für Sie als Angehörige:r sehr schwer sein, mit dieser Diagnose umzugehen und das Leid mit anzusehen. Man fühlt sich hilflos, bangt, was dies für die Zukunft bedeutet, nicht zu reden von der Angst, den geliebten Menschen zu verlieren. All das und dazu die Belastung durch die Übernahme von zusätzlichen Verantwortungen sowie Zurückstellen eigener Bedürfnisse kann sehr schnell zur Überforderung führen.
In dieser extrem belastenden Situation fällt es oft schwer, sich ohne schlechtes Gewissen eigene Freiräume zu schaffen. Doch gönnen Sie sich bewusst Zeit für sich selbst, für den Austausch mit anderen, für Momente der Ablenkung und des Abstandes – für kleine Auszeiten, in denen Sie sich etwas Gutes tun. Denn Selbstschutz hat die oberste Priorität, wenn man dauerhaft in der Lage sein will, sich um ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu kümmern.
Die plötzliche und schwere Diagnose eines nahestehenden Menschen mit Magenkrebs trifft einen meist unvorbereitet. Umfassende Information über die Krankheit und ihren möglichen Verlauf erlaubt Ihnen die Lage realistisch einschätzen, sich Ihren Ängsten und Befürchtungen zu stellen und damit umzugehen. Je mehr Sie wissen, desto besser können Sie die erkrankte Person unterstützen.
Hilfreiche Informationen, speziell für Angehörige von krebskranken Menschen, finden Sie zum Beispiel auf den folgenden Seiten:
- Hilfe für Angehörige von Krebspatienten | Deutsche Krebshilfe
- Diagnose Krebs – Eine Hilfestellung für Angehörige | AOK Gesundheitsmagazin
Warten Sie nicht, bis die Belastungen durch die Krebserkrankung zu groß für Sie werden, sondern nehmen Sie frühzeitig Beratung und Hilfe in Anspruch. Es gibt zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten für Angehörige, wie etwa Online-Selbsthilfe-Programme, die Ihnen durch Informationen, interaktive Übungen sowie Videos und Audios helfen, mit den Herausforderungen umzugehen.
Ein Beispiel dafür finden Sie unter:
Darüber hinaus ermöglichen Selbsthilfegruppen den Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin nach möglichen Angeboten in Ihrer Region. Auch Gespräche mit Psychoonkolog:innen, Psychotherapeut:innen oder Seelsorger:innen können entlastend wirken. Erkundigen Sie sich etwa in der behandelnden Klinik oder bei Krebsberatungsstellen nach den entsprechenden Kontakten.
Viele dieser Angebote gibt es inzwischen auch online, z.B. unter:
Zögern Sie nicht, sich die Unterstützung zu holen, die Sie brauchen – Sie sind in dieser schweren Zeit nicht allein.